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Schweizer Alpen, Inntal und Bodensee

Ausgangsort: Waldshut-Tiengen, Hochrhein

Zielort: Waldshut-Tiengen

Gesamtstrecke: 1044km

 

Etappen (31.5. – 11.6.2003)

 
  1. Etappe: Waldshut/D – Luzern/CH • 110km
  2. Etappe: Luzern – Brünigpass – Innertkirchen • 63km
  3. Etappe: Innertkirchen – Grimselpass – Furkapass – Andermatt • 67km
  4. Etappe: Andermatt – Oberalppass – Thusis • 101km
  5. Etappe: Thusis – Albulapass – Chappella (Oberengadin) • 74km
  6. Etappe: Chappella – Landeck/A •105km
  7. Etappe: Landeck – Achenpass - Tegernsee/D •150km
  8. Etappe: Tegernsee – Riegsee (Murnau) • 58km
  9. Etappe: Riegsee – Alpsee (Immenstadt) • 117km
  10. Etappe: Alpsee - Bodensee/CH (Mammern) • 124km
  11. Etappe: Bodensee – Waldshut • 74km

 

Tourbeschreibung

Waldshut/D – Aarau – Sempacher See – Luzern (Horw) #110km:

Vorneweg: großes Lob für die Schweizer Fahrradwege veloSchweiz und deren Beschilderung. Bis auf eine kleine Ausnahme in Luzern, konnten wir uns voll und ganz darauf verlassen – eine Karte wäre so gut wie gar nicht nötig gewesen. Auch die Wege sind gut gewählt, oft fernab von den großen Straßen. So kamen wir direkt nach der Grenze in Waldshut in den Genuss des Fernwanderradwegs Nr. 8 an der Aare entlang. Um aber nicht den kompletten Aarebogen zu fahren (über Bern und Thun), verließen wir die Nr. 8 in Aarau und sind weiter der Nr. 3 in Richtung Süden gefolgt (um dann ab Luzern mit der 9 wieder in Meiringen auf die 8 zu stoßen – mit dem Fahrrad ist es ja alles so einfach in der Schweiz!). Einmal aus Aarau draußen, geht es auf Nebenstraßen und Feldwegen zum Sempacher See. Das Wetter ist gut, leicht schwül und der Dunst versteckt die Alpen noch. Nur langsam lassen die Schatten am Horizont erahnen, was auf uns die nächsten Tage zukommt (...uuuuaaaah!). Nach einer kleinen Steigung nach dem Sempacher See ging es hinab zum Vierwaldstädter See und Luzern. Dort haben wir leider unseren Radweg kurzzeitig verloren und mussten uns „alleine“ in Richtung Horw (südl. Luzern) und dem dortigen Campingplatz aufmachen. Ein etwas enger Campingplatz direkt an Schilf, See und Froschteich unterhalb des Pilatus, der aber ein guter Ausgangspunkt für die weitere Tour war.

Luzern – Sarner See – Brünigpass (1008m) – Meiringen – Innertkirchen #63km:

Der erste kleine Test steht an: der Brünigpass (1008m). Wir folgen dem Radweg Nr.9, weg vom Vierwaldsstädter See zum Sarner See, dort auf der wenig befahrenen Westseite in Richtung Giswil. Mittagspause, bevor wir uns die erste richtige Steigung des Tages zum Lungernsee geben. Helm auf, denn dieses Stück muss auf der stark befahrenen Hauptstraße bewältigt werden, ehe man auf den Feldweg an der Westseite des Lungernsee geführt wird (angenehm ruhig, mit ein wenig Auf und Ab). Nach Lungern führt der Radweg sehr steil (bis zu 14%) an der Zahnradbahnlinie entlang und man traut sich gar nicht an den nächsten Tag zu denken. Nur auf den letzten Metern zum Brünigpass ist man nochmals auf der sehr breiten Hauptstraße, ehe man, oben angekommen, links in Richtung Hasliberg abbiegt, immer der Nr.9 folgend. Nach wenigen Kilometern dann die Alternativabfahrt runter nach Meiringen. Alternativ heißt hier: Feldweg, Schotter, Schlaglöcher etc. – amüsant, aber äußerste Konzentration („Hier würden wir nicht hoch fahren wollen“). Nach Meiringen noch ein nicht allzu steiler Anstieg (nicht weit neben der Aareschlucht) in Richtung Innertkirchen. Sehr angenehm: Am höchsten Punkt eine Tankstelle mit allem, was man zur Verpflegung braucht. Kurze Abfahrt in Richtung Ausgang/Eingang der Aareschlucht (leider schon zu) mit einem sehr gemütlichen Campingplatz – 2km vor Innertkirchen.

Innertkirchen – Grimselpass (2165m) – Furkapass (2431m) – Andermatt #67km:

Ein bischen nervös ist man schon, wenn es so hoch gehen soll. Trotzdem: Plan ist Plan und wir waren in Andermatt am Abend verabredet. Zunächst blockiert aber eine Kuh den weg aus Innertkirchen raus, womit die nachkommenden Autofahrer aber größere Schwierigkeiten hatten als wir. Und dann ging es hoch...endlos, mal mehr mal weniger steil...zum Grimselpass (2165m), wir sind übrigens wieder auf der Nr.8, denn die Aare entspringt hier. Vergleichsweise untrainiert, wie wir sind, machen wir viele Pausen, freuen uns über jedes Flachstück. Angst machen uns die z.T. unbeleuchteten Tunnel, in denen man nicht weiß, ob der Krach der Autos von vorne oder von hinten kommt...also Lampen nicht vergessen! Nicht mehr weit vor dem Rätrichsbodensee ist ein längerer Tunnel, den man auf der alten Straße umfahren muss, ehe man am Ausgang des Tunnels wieder auf die normale Straße stößt. An der Staumauer des Rätrichsbodensees gibt es eine längere Pause. Von dort sieht man in der Ferne die letzten Kurven zum Grimselpass (man zählt die Serpentinen). Hatten wir bislang Sonne, so wird das Wetter auf der weiteren Fahrt etwas unbeständiger und es gibt den Mix aus Sonne und Regen, oder aus An- und Ausziehen. Die letzten Kurven sind gemein und die Kräfte schwinden. Wir brauchen ehrlich in jeder Serpentine eine Pause und füllen unsere Wasserflasche mit Schmelzwasser (womit wir Glück hatten..). Der Schnee überragt uns nun teilweise deutlich an Höhe. Und dann waren wir (es war schon nach drei) doch oben – Pause! In der Ferne sieht man die Straße zum Furkapass (2431m), wir entscheiden uns jedoch, unten in Gletsch die Bahn durch den Pass zu nehmen. Nach der steilen Abfahrt nach Gletsch (1700m - „Hier würden wir nicht hoch fahren wollen“), ein kleiner Schreck: die Bahn fährt noch nicht um diese Jahreszeit. Plan A funktioniert also nicht. Plan B (mit einem Blick auf die Uhr): doch noch über den Furka radeln, oder Plan C: nach Oberwald runter fahren und dort in den Zug nach Andermatt bzw. Realp steigen. Bei Variante C waren wir uns zu unsicher, ob tatsächlich ein Zug fährt (die Züge fahren sehr regelmäßig, wie sich später herausstellen sollte) und so entschieden wir, die 10km zum Furkapass hoch zu fahren. Es ging erstaunlich gut, wir hatten uns wohl wieder ein wenig regeneriert, zumal man von der Landschaft, mit den zwei Passstraßen, Wasserfall und dem Rhonegletscher so stark beeindruckt ist, dass vieles kurzfristig in Vergessenheit gerät. Nur ein Abschnitt zwischen zwei Serpentinen ist besonders steil, wo allerdings das Schieben genauso anstrengend war. Auf den letzten Kilometern nach dem Gletscher fing es wieder an zu regnen, dafür flachte die Straße bis zum Pass immer mehr ab, so dass wir es am Ende – tatsächlich aber kaum zu glauben - geschafft haben: das Dach der Tour. Entlohnt durch eine sehr schöne Abfahrt wieder mit Sonne und sogar Regenbogen in Richtung Realp und schließlich Andermatt (1400m), wurden wir – sehr erschöpft – von unserer Verabredung mit offenen Armen empfangen und bekocht. Dass der Campingplatz an der Gondel wenig attraktiv ist, war an diesem Abend egal (in Realp hätte es, von der Lage her, einen attraktiveren Campingplatz gegeben).

 

Andermatt – Oberalppass (2065m) – Disentis – Thusis #110km:

Gut gefrühstückt und erholt ging es direkt in den Berg zum Oberalppass (2065m), von wo wir einen sehr schönen Ausblick in das Hospental mit Andermatt im Vordergrund, Realp und Furkapassstrasse am Horizont bei bestem Wetter genießen durften. Aufgrund der Anfangshöhe war es vergleichsweise „einfach“, wenngleich auch hier es für uns nicht ohne Pausen geht. Auf der Passhöhe ist einiges los, der Bahnhof ist ein Indiz dafür. Es folgt eine sehr lange Abfahrt am Vorderrhein („Hier würden wir nicht hochfahren wollen“). Ehe Vorderrhein und Hinterrhein kurz vor Chur zusammenfließen, kommt die Rheinschlucht, durch die nur Züge und Wanderer hindurch kommen. Um diese zum umfahren, ging es für uns nochmals kräftig bergan - landschaftlich sehr schön, aber auch anstrengend. Wir folgten dem Tal des Hinterrheins ein paar Kilometer von Bonaduz in Richtung Süden und fanden in Thusis (noch vor der Via Mala Schlucht) einen Campingplatz unter hohen Bäumen.

 

 

Thusis – Tiefencastel – Bergün - Albulapass (2312m) – Chappella (Oberengadin) #74km:

Thusis liegt auf ca. 500m, daher hatten wir uns für diesen Tag einiges vorgenommen: Der Albulapass (2312m mit einer Anfahrt von 43km angefangen in Thusis). Die Steigung beginnt sofort (immer der Nr.6 nach) und führt auf die Hauptverbindungsstraße durch dunkle Tunnel nach Tiefencastel an der Albulaschlucht vorbei. Wo die Hauptstraße weiter durch einen letzten Tunnel führt, wird der Radfahrer oben drüber geleitet. Die hier gewonnen Höhenmeter werden einem auf der kurzen Abfahrt nach Tiefencastel wieder weggenommen. Bis hinter Filisur ist es überwiegend nur langsam ansteigend und die Radfahrer werden durch einen Wald direkt an dem kleinen Flüßchen Albula und an einem Golfplatz vorbei (Vorsicht!!) geführt. Danach wird es steil und immer steiler, zudem spektakulär in einer Felswand und schließlich durch eine sehr enge hohe Schlucht. Nach größeren Anstrengungen ist die erste richtige Stufe zur Passhöhe geschafft und vor einem liegt in einer Ebene das Dorf Bergün auf knapp 1400m – Mittagspause. Ich gebe zu, dass ich dort am Bahnhof der Rhätischen Bahn auf den Fahrplan geschaut habe. Frustrierend steil wurde auch die nächste Stufe nach Preda. Ein sehr schöner Abschnitt – wenn man die Puste dazu hat – bei dem immer wieder Eisenbahnschienen aus den Felswänden treten und in der gegenüberliegenden Seite wieder verschwinden...ach hätten wir doch... Wir erreichen Preda, wo die Bahn endgültig im Berg verschwindet und wir die letzte Chance gehabt hätten einzusteigen...verpasst. Der weitere Anstieg nach Preda ist zunächst vergleichsweise human. Wir kamen bald an einem traumhaft schön gelegenen See vorbei. Auf 2000m ist hier noch erstaunlich viel grün und wenig Schnee (anders als auf den vorangegangenen Pässen und den vereisten Seen von Grimsel und Oberalp). Dennoch zieht sich die Steigung hin und es wir nach einer kurzen Flachstrecke (die Umgebung ist inzwischen sehr steinig) auf den letzten Metern nochmals richtig steil. Insgesamt ist dieser Pass sehr für Radfahrer zu empfehlen, da er nicht nur sehr schön ist, sondern auch sehr wenig befahren: Für die Autofahrer gibt zwei schnellere Alternativen, je nachdem, wohin die Reise soll: Julierpass oder (über Davos) den Flüelapass. Froh, die ganz großen Anstiege dieser Tour bewältigt zu haben, ging es nach einem kurzen Flachstück steil („Hier würden wir nicht hochfahren wollen“) runter ins Oberengadin (La Punt). Gerade rechtzeitig konnten wir noch in S-Chanf einkaufen und begaben uns – weiter der Nr.6 entlang – auf die Suche nach einem Campingplatz, ...der nicht kam. Mit einem freundlichen und ortskundigen Mountainbike-Fahrer drehten wir dann wieder um zur Hauptstraße (auf der offiziell keine Fahrradfahrer fahren dürfen) und kamen schließlich am Campingplatz von Chappella vorbei.

Chappella (Oberengadin) – Susch – Scuol – Pfunds/A – Landeck/A #105km:

Immer an der Inn entlang, zuerst noch in der Schweiz, dann in Österreich. Auch wenn es insgesamt abwärts geht, so gibt es immer wieder kleinere unerwartete Steigungen, die uns nach den Anstrengungen der letzten Tage doch sehr zu schaffen machen. Vor allem wenn man den ausgewiesenen Radwegen folgt und nicht der Hauptstraße, muss man immer wieder mit Anstiegen rechnen. Es sind jeweils sicherlich die landschaftlich schöneren und ruhigeren Alternativen und man wird auch immer wieder mit Abfahrten belohnt, insgesamt ist es auf jeden Fall kraftaufwändiger. Zudem muss man, wenn man die Schweiz einmal verlassen hat, vielmehr darauf achten, den richtigen Weg zu finden – die Fahrradschilder werden in Österreich kleiner und man sieht sie nicht immer sofort. Bis zu den Gewitterschauern kurz vor dem Ziel in Landeck, hatten wir einen schönen schwülen Tag. Abwechselnd sind wir mal Hauptstraße und, wenn keine zu großen Steigungen laut Karte zu erwarten waren, auf Feld- oder Waldwegen gefahren. Wir machen öfters längere Pausen und haben viele Begegnungen mit Schmetterlingen. Froh waren wir, in einer Regenpause unser Zelt auf einem kleinen gemütlichen Camping-Platz in Landeck aufstellen zu können.

Landeck – Imsterberg – Telfs – Buchenpass (1265m) - Mittenwald/D – Achenpass (951m) – Rottach-Egern/D (Tegernsee) #150km:

So war das nicht geplant: Wir sind anfänglich von 120km ausgegangen und dann wurde es immer mehr. Am Zielort waren wir verabredet, so dass wir unbedingt ankommen wollten. Der erste Teil des Tages ging weiter den Inntal-Radweg entlang, wobei an mehreren Stellen die Beschilderung gar nicht oder nicht eindeutig war. Das hat uns öfters aufgehalten, da wir auch z.T. wieder umkehren mussten. Zudem wurde es wieder ein sehr heißer, schwüler Tag und die sehr starke Steigung raus aus dem Inntal hoch über den Buchenpass (1265m) nach Leutasch und Mittenwald wurde unter diesen Bedingungen zur Tortur (dass wir jemals einen richtigen Alpenpass gefahren sein sollen, war in diesem Moment unvorstellbar). Die nächste Hürde war die gesperrte Straße zwischen Leutasch/A und Mittenwald/D. Auch hier waren ortskundige Mountainbike-Fahrer bereit uns und eine weitere Fahrradgruppe über die grüne Grenze in einem Wald zu lotsen – sonst hätten wir noch mehr Umweg auf uns nehmen müssen und hätten es möglicherweise nicht geschafft. Ab Mittenwald kam zudem der Gewitterregen und uns dämmerte es langsam, dass der Weg noch weiter war als gedacht. Zwischen Wallgau und dem Sylvensteinsee führt eine kaum befahrene Mautstraße, danach weiter Richtung Achenpass (951m), den man von Süden kommend kaum wahrnimmt. Eine schöne Überraschung war, dass wir auf dem Achenpass schon erwartet wurden, so dass die Abfahrt zu dritt zu einem kleinen Wettrennen wurden. Über den Campingplatz in Rottach-Egern gibt es nicht mehr zu berichten, außer dass es ihn laut Karte gibt. Wir sind privat untergekommen.

Rottach-Egern (Tegernsee) – Bad Tölz - Riegsee (nördl. v. Murnau) #58km:

Nach 1½-tägiger Pause ging es nachmittags (erst um 5 Uhr wegen Regen) weiter, d.h. wieder zurück in Richtung Westen. Einmal aus dem Tegernseer Tal raus in Waagkirchen folgten wir nun der B472 an Bad Tölz vorbei und weiter in Richtung Benediktbeuren und Autobahn - mal auf dem Fahrradweg und mal auf der Straße. Einigermaßen erholt, waren wir sehr flott und sind noch knapp 60km gefahren und konnten kurz vor einem weiteren Regen noch gerade unserer Zelt aufstellen. Der Campingplatz direkt am Riegsee ist recht groß, was uns immer ein wenig abschreckt.

Riegsee – Murnau – Bad Kohlgrub – Halblech – Seeg – Oy-Mittelberg – Vorderburg – Alpsee (Immenstadt) #117km:

Abwechselnd auf dem Königsee-Bodensee-Radweg und auf den Hauptstraßen, sollte der Radweg zu große Umwege machen. Zudem hatten wir auch hier wirklich Schwierigkeiten, den Weg zu finden, so z.B. zwischen Saulgrub und Altenau. War der Weg hier einmal gefunden, verschwand dieser bergauf in einen Wald und auf 1000m. Witzig war die Furt über den Bergbach und schön der Weg aus dem Wald wieder hinaus mit Blick auf den Forggensee. Halblech – Roßhaupten – Seeg – Nesselwang auf z.T. stärker befahrenen Verbindungsstraßen, dafür aber der direktere Weg. In Nesselwang dann wieder den Schildern des Königsee-Bodensee-Radwegs folgend, was uns über Mittelberg, und damit nochmals über 1000m, führte. Danach die schnellste Abfahrt der Tour, mit max. 74km/h, runter zum Rottachsee. Nach Immenstadt und dem Campingplatz hinter Immenstadt, am Alpsee, ging es dann doch recht zügig. Obwohl auch am See liegend, wie der Campingplatz am Tag zuvor, hatte dieser eine etwas gemütlichere Atmosphäre.

Alpsee – Oberstaufen – Scheidegg – Lindau – Friedrichshafen – Romanshorn/CH – Kreuzlingen – Mammern #124km:

Nach gemütlichem Einradeln am Alpsee entlang, mussten wir ab Oberstaufen nochmals mehrere Steigungen bezwingen bis zum „rettenden“ Ufer des Bodensees. Also ein ständiges stärkeres Auf und Ab über Simmerberg, Weilerberg, Scheidegg und kurz vor dem Bodensee Hörbranz auf österreichischer Seite. In Lindau ein große Pauseund dann entlang des Bodenseeradwegs bis nach Friedrichshafen. Der Bodenseeradweg ist insofern anstrengend, weil er von sehr vielen Radlern mit sehr unterschiedlichen Geschwindigkeiten benutzt wird. In Friedrichshafen sind wir übergesetzt auf die Schweizer Seite nach Romanshorn. Dies bedeutete für uns eine längere, wohltuende Pause. Auf dem Schweizer Fernradweg Nr.2 ging es zügig nach Kreuzlingen und weiter entlang des unteren Sees auf die Suche nach einem Campingplatz. In Steckborn hätte es laut Karte zwei geben müssen. Bei dem einen sahen wir nur Wohnwägen und keinen Eingang. 5km weiter in Mammern hatten wir schließlich einen Platz direkt am Wasser. Letzter Abend der Tour auf einem sehr angenehmen Campingplatz.

 

Mammern – Diessenhofen – Schaffhausen – Neunkirch – Erzingen – Pampa – Waldshut #74km:

Letzter Tag: Wir sind überwiegend bis Schaffhausen dem Radweg Nr.2 gefolgt, außer zwischen Stein am Rhein und Diessenhofen, dort haben wir die flachere Variante auf der Südseite bevorzugt. In Schaffhausen weiter am Fahrradweg, irgendwann kommt man an einem sehr nützlichen Schild vorbei, das das umliegende Radwegnetz anzeigt. Auch der Weg raus in Richtung Beringen, war sehr gut für Radfahrer ausgeschildert und so fuhren wir auf einer nicht allzu starken Steigung, weg vom Rhein ins Klettgau. In Neunkirch hat uns ein freundlicher Bäcker den Fahrradweg Richtung Grenze und Erzingen aufgezeigt – ein wenig weg von der befahrenen Straße in Richtung der Weinberge. Wir waren sehr flott unterwegs und nur noch 10km von daheim weg, als wir den folgenreichen Fehler begangen einem deutschen Radwegschild zu folgen, der wirr durch den Wald und schließlich ins Nichts führte. Als Höhepunkt haben wir dann noch einen Acker „gepflügt“. Ein frustrierender Moment, an einem Tag der noch heißer war als der vorangegangene. Nachdem wir die Umgebung um uns herum langsam wieder erkannten, waren wir eine halbe Stunde später trotzdem daheim. Yippie!

 

 

  © copyright Fotos Malte und Viola Thomas