Vogesen
 
Tandemtouren in Europa  
Homepage : Über uns : Kontakt : Touren : Infos : Links

 

Jura

Deutschland

Schweizer Alpen

Westeuropa

Vogesen

Französische Alpen

Korsika

Schwz./Österr. Alpen


 
Vogesen

 

Ausgangspunkt: Baden-Baden

Zielpunkt: Bad Säckingen

Wegstrecke: 413km

Etappen (25.5. – 29.5.2005)

1. Etappe: Baden-Baden (D, Bahnhof) – Gambsheim (F) #44km

2. Etappe: Gambsheim – Abreschviller #95km

3. Etappe: Abreschviller – Anould #86km

4. Etappe: Anould – Cernay #88km

5. Etappe: Cernay – Bad Säckingen (D) #100km


Tourbeschreibung

Kurze Tour mit wenig Vorausplanung, abgesehen von der groben Absicht die Vogesen von Norden nach Süden zu durchfahren, und dabei unter anderm entlang der Route des Cretes (Höhenweg) über den Grand Ballon zu gelangen. Zudem musste noch geklärt werden, ob im EC nach Baden-Baden unser Tandem Platz hat – dem war so.

 

1. Baden-Baden (Bahnhof) – Schwarzeck – Greffern (Rheinfähre) - Freistett – Gambsheim/F #44km:

Um ca 17.30Uhr im Bahnhof von Baden-Baden eingefahren, in der Apotheke noch Heuschnupfentabletten besorgt und los ging’s los nach Sinzheim, Lieberstung, Rheinmünster, Greffern und raus zur Rheinfähre Greffern rüber nach ...Denkste! (hier sollte eigentlich Frankreich stehen). Die Fähre lag faul am anderen Ufer. Wenn wir mit dem Auto gefahren wären hätte es wahrscheinlich im Verkehrsfunk geheißen:„Wegen Reparaturarbeiten ist die Rheinfähre Greffern außer Betrieb.“ Mist. Blick auf die Karte. Planänderung. Wo ist die nächste Brücke? Zwischen Freistett und Gambsheim. Auf kleineren Wegen entlang des Rheines und dann auch auf Wirtschaftswegen - dank eines Ortksundigen, der kurzer Hand mit uns mitfuhr – erreichten wir Freistett, die Brücke über den Rhein und schließlich Gambsheim. Nach leicht nervösen Suchen (es war schon fast 8) fanden wir einen schönen Campingplatz an einem kleinen See. Leider hatte die Rezeption schon zu und wir mussten uns für die sanitären Anlagen den Schlüssel leihen.

2. Gambsheim – Brumath – Saverne – Lutzelbourg – Col de Brechpunkt – Abreschviller #95km:

Sehr interessanter Tag: Bei Krautwiller hinter Brumath sind wir auf den Fahrrad- u. Kanalweg (Rhein-Marne-Kanal) zwischen Straßburg und Saverne bzw. Lutzelbourg gestoßen. Der Weg war sehr gut ausgebaut, teilweise sehr idyllisch mit viel freundlichem Zuwinken von den einzelnen Booten, die sich teilweise an den Schleusen gestaut haben. Fast die Hälfte dieser Etappe verlief so. In Saverne haben wir in einem Café Pause gemacht und uns vorgenommen, sich dieses Städtchen zu merken – hübsch und historisch sicherlich sehr interessant. Westlich von Saverne ging es weiter entlang des Kanals in ein Tal, dass laut karte die Nord-Vogesen von den „eigentlichen“ Vogesen (nach unserer Einschätzung) trennt. Mehrere Möglichkeiten gab es schließlich um nach Abrschviller zu gelangen. Da es sehr heiß war entschieden wir uns für eine idyllische Waldstrecke (befestigt) entlang eines Baches (Zorn Jaune) bis nach einigen Kilometern ein weiterer Weg (nach rechts, stärkerer ansteigend) uns über den Col de Brechpunkt (ca. 550m) endlich zum Ziel führte: Ein günstiger Campingplatz ganz für uns alleine – mit einem empfehlenswerten Restaurant ganz in der Nähe.

3. Abreschviller – Col du Donon (718m) – Col de Prayé (785m) – Senones – St. Dié – Anould #95km:

Heute haben wir uns sehr viel vorgenommen, d.h. viele Berge (Col du Donon, Champ du Feu auf 1100m, Col de Fouchy). Daraus wurde nichts, weil uns der erste Berg schon etwas desillusioniert hat und es zudem furchtbar heiß wurde. Von Abreschviller ging zunächst im Vallée du St. Quirin auf der D44 in Richtung Col du Donon (718m). Zu diesem Col durften wir wieder runter fahren da wir davor schon auf anstrengende 789m waren. Die Nafhart hierzu waren knapp 20km: schwach beginnend in Abreschviller und sehr stark werdend ab 5km vor der Höhe. Es zog sich umso mehr hin, da wir nicht so damit gerechnet haben und es war am spätren Vormittag schon sehr, sehr heiß. Auf der Höhe gab es nicht nur einen kleinen Soldatenfriedhof sondern auch einen wunderschönen Blick in fast alle Richtungen. Auf dem Weg runter zum Col du Donon (718m) dämmerte uns beiden, dass wir den ehrgeizigen Plan des Tages aufgeben und völlig neu planen mussten – das Hauptziel immer noch vor Augen: die Route des Cretes ab dem Col de la Schlucht. So ging es zum Glück zunächst auf einer kleinen befestigten Waldstraße über den Col de Prayé (785m) in Richtung Senones. Sehr schöner Weg, verhältnismäßig kühl, mit einer wunderschönen, überraschend steilen und langen Abfahrt. Es wurde Richtung Senones aber immer heißer, sodass der Asphalt an manchen Stellen weich und klebrig wurde (man erinnere sich an die Tour de France 2003, als Beloki bei einer Abfahrt an einer solchen Stelle seinen Reifen verlor und Armstrong seine Abfahrt auf einer Wiese fortsetzte). In St.Dié fanden wir ein schattiges Café bevor es auf die letzten15km nach Anould ging. Der Campingplatz (es gibt wohl zwei in derselben Straße, wir haben den ersten genommen) war ok, auch nicht viel los.

4. Anould – Col du Sucreneux (810m) – Col de la Schlucht (1135m) – Grand Ballon (1334m) – Cernay #88km:

Der große Tag, und entscheidend war, wie wir zum Col de la Schlucht hochkommen würden. Noch vor Fraize sind wir rechts ab auf die D73 in ein wunderschönes einsames Tal, an dessen Ende der Col du Surceneux (810m). Alternative wäre durch Fraize durch und dann die D23 zum le Collet (1110m) gewesen. Wir denken, dass wir die schönere Straße genommen haben, zumal wir auf die D23 ohnehin für die letzten 6km stießen. Einziger Wehrmutstropfen: Bevor wir nach le Grand Valtin auf diese D23 stießen ging es nochmals richtig bergab, sodass wir bereits gewonnene Höhenmeter wieder verloren. Die 6km Anstieg waren nicht ganz unanstrengend, die Freude umso größer als wir le Collet bzw. Col de la Schlucht (1135m) erreichten. Auf der Route des Cretes stieg es ab Col de la Schlucht nochmals an aber nach 2 bzw. 3 km wurde der Blick frei und wir hatten von da an eine berauschende Fahrt (ein ständiges Auf und Ab bei 1000m über dem Meer) mit vielen Aussichten. Die Steigungen die nun noch kamen, waren eher unbemerkt, da alles andere so schön war. Es war bei weitem nicht so heiß wie im Tal unten. Ein wenig nervig waren vielleicht ein paar der vielen Motorradfahrer. Richtig, und damit wieder merklich steil wurde es vor der Passhöhe des Grand Ballons (1334m) – das Ankommen auf dem „Dach der Tour“ umso grandioser. Bei der Abfahrt vom Grand Ballon haben wir erleichtert feststellen dürfen, dass die Anfahrt vom Süden her unglaublich schwer ist. Für uns ging es (nochmals überraschend steil) über einen „Zwischenpass“ (Col du Silberloch) zum Soldatenfriedhof am Hartmannweilerkopf. Von da ab, und nach dem Col du Herrenfluh erst recht, nur noch hinab nach Uffholtz und Cernay. Ein etwas größerer Campingplatz mit sehr netten Gastgebern und vor allem Störche die nach Essen betteln.

5. Cernay – Pulversheim – Battenheim – Mulhouse (Ost) – Kembs – Basel/CH – Rheinfelden/CH – Bad Säckingen/D # 100km:

Heute ging’s wieder nach Hause. Zunächst mussten wir dabei an Mulhouse vorbei. Da wir nicht durch die Stadt wollten, wählten wir einen Fahrradweg der nördlich von Mulhouse bis zum Ecomusée bei Pulversheim führt. Von dort nach Battenheim und dann in Richtung Süden an das Ostende von Mulhouse, wo wir auf den Fahrradweg des Rhein-Rhone-Kanals zu stießen - schön ausgebauter, idyllischer Weg der bis nach Basel führt. Kleinere Verwirrungen gab es durch stark übertriebene Kilometerangaben und bei Kembs haben wir den Weg kurz verloren. Ab Basel wurde es richtig heiß und da wir ab Rheinfelden mal die schweizerische Rheinseite austesten wollten kamen noch ein paar kleinere Steigungen hinzu, die bei dieser Hitze garnicht so klein erschienen.

Mehr Bilder? Hier geht’s zu unserm Online-Fotoalbum der Tour >>

© copyright Fotos Malte und Viola Thomas